Usedom unplugged. Oder: Inseltrip ohne Ostsee

Der Lieper Winkel ist eine Landzunge auf der Insel Usedom. Peenestrom, Achterwasser und Krienker See umgeben ihn. Hier gibt es noch unbefestigte Straßen und altes Kopfsteinpflaster, morgens krähen die Hähne, und die Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten sind eher bescheiden. Wer auf einen Supermarkt nicht verzichten will, fährt nach Usedom-Stadt, ansonsten kann man sich zum Beispiel in Elas Kaufeck in Warthe oder Ramonas Hofladen in Krienke mit dem Nötigsten versorgen. Im Lieper Winkel dominieren Viehweiden, Felder, Feuchtwiesen, Moorflächen und Wälder, und in Quilitz wartet der Peenestrom sogar mit einer Steilküste auf. Es gibt reetgedeckte alte und neue Wohnhäuser, Backstein- und Fachwerkhäuser. - Und es gibt Sonnenauf- und Sonnenuntergänge zum Niederknien!

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Lichterzauber in Oberfranken

Bereits zwei Kilometer vor dem Ortseingang von Nankendorf blockiert die freiwillige Feuerwehr die Zufahrt zum Ort. Diese Straße ist heute Abend gesperrt. Von hier aus geht es nur noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad weiter. Die Besucher des Lichterfestes müssen die Autos auf einem provisorisch eingerichteten Parkplatz abstellen.

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Der Diktatur aufs Dach gestiegen

Als erstes fielen mir die Absperrzäune auf. Sie sicherten das staubige und fast vollständig beräumte Volksfestgelände und waren mit weißen Planen behängt. Darauf warben wie Kinderbuchillustrationen anmutende Zeichnungen für das gerade zu Ende gegangene Nürnberger Volksfest - mit farbenfrohen Bildern gut gelaunter Menschen mit Bierkrügen und Lebkuchen. Dann nahm ich dahinter den riesenhaften Rundbau der nie vollendeten nationalsozialistischen Kongresshalle wahr.

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Rembrandt oder Streetart? – Die Zeit reicht nie.

Zweimal war ich bisher in Amsterdam: Das erste Mal kurz nach der Wende. Als DDR-Bürger mit Fernweh hatte man so seine Träume. Meine waren recht bescheiden und hießen: Radtour durch Holland, Radtour (schon wieder!) durch Irland und – seltsamerweise – eine Tour durchs Ruhrgebiet. Bei letzterer hatte ich keine speziellen Wünsche bezüglich des Fortbewegungsmittels.

 

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Eine Stadt, drei Männer und 7000 Tonnen Stahl

Die drei Männer zogen mich in ihren Bann. Alle drei im fortgeschrittenen Alter, deutlich jenseits der Lebensmitte, aber doch noch nicht wirklich alt. Ernst schauten sie mich an, oder besser: ernsthaft. Das Leben hatte sehr eindrucksvoll Spuren in ihre Gesichter gezeichnet. Offensichtlich, dass es sich um Arbeiter handelte, Bergarbeiter wahrscheinlich.

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